Punktlandung

Beim US-amerikanischen Testkunden Project Inc. überzeugte die neue TruLaser 1030 im sechsmonatigen Testbetrieb voll und ganz.

David Swanson
David Swanson von Project Inc.

Wenn David Swanson über die neue TruLaser 1030 spricht, die in der Produktionshalle von Project Incorporated installiert wurde, strahlt er wie ein frischgebackener Vater. Schließlich geht es um sein „Baby". „Ich war sofort Feuer und Flamme, als mir mein Vorgesetzter angeboten hat, den laufenden Betrieb der neuen Laserschneidanlage zu beaufsichtigen", berichtet David Swanson. Denn schon als die Maschine vor einigen Monaten im Werk in Glastonbury, Connecticut eintraf, war die Begeisterung für die Lasertechnologie unter den Mitarbeitern groß. Und nach dem ersten halben Jahr, das die TruLaser 1030 mittlerweile bei Project Incorporated absolviert hat ist der Enthusiasmus in der Werkshalle immer noch zu spüren. Project Incorporated hat seinen Sitz in Glastonbury, Connecticut, erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 26 Millionen USDollar und beschäftigt 120 Mitarbeiter in zwei Betriebsstätten mit insgesamt knapp 4 200 Quadratmetern Fläche. Das Unternehmen, das 1959 als Lieferant von Maschinenschrauben begann, beliefert heute seine Kunden rund um den Globus mit Werkzeugmaschinen, Thermoelementen sowie Messgeräten zur Leckprüfung von Flugzeugen und Gasturbinen. Zum 50jährigen Bestehen in diesem Jahr gibt es für Project Incoporated viele Gründe zu feiern. Einer der besten darunter: die Installation der TruLaser 1030.

Keine Vorkenntnisse erforderlich

Paul Marchand, Vice President, Mike Kenyon, President and Russell Bielawiec
Paul Marchand, Vice President, Mike Kenyon, President and Russell Bielawiec, Shop Supervisor von Project Incorporated (von links nach rechts) wollen die TruLaser 1030 fest in ihren Produktionsprozess übernehmen.

Am Tag der Anlieferung wäre Maschinenbediener David Swanson eigentlich gerne dabei gewesen. Doch hatte der von der Federal Aviation Administration (FAA) zertifizierte Schweißer gute Gründe für seine Abwesenheit. Zu diesem Zeitpunkt absolvierte er eine Schulung dort, wo auch „seine" TruLaser 1030 das Licht der Welt erblickte: im nordamerikanischen Hauptwerk von TRUMPF in Farmington, Connecticut. „Ich hatte noch nie zuvor eine Lasermaschine bedient. Es war aber von Anfang an unproblematisch, denn einfache Bedienbarkeit ist einer der großen Vorteil der Anlage", meint David Swanson. Seine guten Computerkenntnisse waren hier sicher von Nutzen und haben seine Trainingszeit nach eigener Einschätzung um zirka eine Woche verkürzt. „Aber die Software der TruLaser 1030 ermöglicht es auch Anwendern ohne Vorkenntnisse in kurzer Zeit die Anlage professionell zu bedienen", sagt David Swanson. Paul Marchand, Vice President von Projects Incorporated ergänzt: „Die Lernkurve zeigte extrem steil nach oben."

Wege zu Neugeschäft

Anwender- und Bedienerfreundlichkeit waren unter anderem Schwerpunkte der TRUMPF Ingenieure bei der Entwicklung der TruLaser 1030. Das Ziel: Herstellern wie Projects Incorporated sollte ein Weg gezeigt werden, wie sie Laserschneiden einfach und schnell in ihre Inhouse-Leistungen integrieren und so Neugeschäft generieren können - und das zu einem herausragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein weiterer Vorteil der Anlage ist der geringe Platzbedarf von nur 25 Quadratmetern. Um die TruLaser 1030 in der knapp 1 000 Quadratmeter großen Halle aufzubauen, musste die Anlage durch ein Tor, das kaum größer ist als eine Garageneinfahrt. „Auch Aufbau und Installation sind einfacher als bei vergleichbaren Anlagen und liefen völlig reibungslos", resümiert Paul Merchand. Zusammen mit Geschäftsführer Mike Kenyon hatte er entschieden, dass sich das Unternehmen als Betatester für die neue TruLaser 1030 zur Verfügung stellt. Die Vereinbarung: TRUMPF installiert die Maschine für sechs Monate und Projects Incorporated beurteilt den Nutzen für die Geschäftstätigkeit. Die TRUMPF Ingenieure lernen aus dem praktischen Einsatz und können so noch vor der offiziellen Markteinführung Anpassungen und Änderungen vornehmen. Nach Ablauf der sechs Monate kann sich Project Incorporated entscheiden, ob die Maschine bleibt oder zurückgeht. Bis heute hat sie ihren festen Platz behalten.

Überzeugende Zahlen

TruLaser 1030
Mit Hilfe der TruLaser 1030 konnten die Durchlaufzeiten bei Project Incorporated von drei Wochen auf weniger als eine Woche gesenkt werden.

Die Controller von Projects Incorporated haben einen schnellen Return on Investment berechnet, denn mit der TruLaser 1030 konnten die Gesamtkosten fürs Laserschneiden um über 50 Prozent gesenkt werden. Zwar nutzt das Unternehmen seit zehn Jahren den Laser als Werkzeug, das Laserschneiden wurde jedoch bislang an einen Auftragsfertiger ausgelagert. „Heute sind wir in der Lage unsere Kunden aus eigener Hand auf einem höheren Qualitätsniveau zu bedienen", betont Paul Marchand und ergänzt: „Die Durchlaufzeiten konnten wir von drei Wochen auf weniger als eine Woche senken." Zahlen, die nicht nur das Management überzeugen. „Sogar Mitarbeiter, die nicht direkt mit der Laserschneidanlage arbeiten, sind sich der hohen Effizienz bewusst. Sie fragen von sich aus, ob Prozessschritte auf die TruLaser 1030 ausgelagert werden können, so überzeugt sind sie von der Anlage", berichtet Paul Marchand. Das Management des Pilotkunden setzt voll darauf, dass sich mit den vielfältigen Möglichkeiten der Laserschneidanlage auch neue Umsätze erschließen lassen. Dazu laufen bereits intensive Gespräche mit bestehenden Kunden darüber, wie sich mit der neuen Technologie das Teilespektrum weiter ausbauen lässt. „Die TruLaser 1030 hat all unsere Erwartungen übertroffen", bilanziert Paul Merchand und ergänzt: „Die Anlage ist dabei einen festen Platz in unserem Produktionsprozess einzunehmen." Unterdessen programmiert David Swanson bereits den nächsten Auftrag für die TruLaser 1030. Mit der Begeisterung, die oft in der Stimme stolzer Eltern zu hören ist, meint er: „Wahrscheinlich werde ich schon bald die Instandhaltung unseres neuen Babys übernehmen."

 

Anwenderbericht